Bodensee Contender  


 Impressum              Wende , Halse, Am Wind 1 ,   Am Wind Trapez, Vorwind-Raum.                    Startseite  

logo









Flagge

Da kommt man also mit seinem schönen Contender angesegelt, hoch am Wind, Schaum vorm Bug,
ein tolles Gefühl im Bauch. Doch dummer Weise kommt da so ein dämliches Ufer angerauscht.
Weiter geht`s nicht, was nun ? Keine Panik, alles klar machen zur Wende. Aber wo soll man
bloß mit diesem langen Ding, dem Pinnenausleger hin ? Ganz einfach! Natürlich wird er hinten
herum ( also über das Heck ) auf die neue Seite herübergegeben. Wie sich dies in einem
halbwegs flüssigem Bewegungsablauf unterbringen lässt, versuche ich hier mal in Schritte
zerlegt aufzuzeichnen:

1. Zur Einleitung der Wende auf jeden Fall die Schot leicht auffieren, je nach Windstärke 10-40 cm. Damit lässt man Druck aus dem Segel, der einen sonst gerne umwirft. Gerüchte, es ginge auch ohne diesen Schritt kann man getrost ignorieren. Alle machen`s so... Das lose Ende der Schot wird in die Hand mit dem Pinnenausleger gegeben, damit man immer weiß, wo sie ist und man nach der Wende nicht lange danach grapschen muss, wenn man wieder ins Trapez will. Ist der Druck im Segel geringer, gleitet man sofort auf die Kante. Dieser Bewegungsablauf - Auffieren, Schotende in die Pinnenhand, ins Boot setzen - muss eine fließende Bewegung sein.

2.  Nun sitzt man sicher auf der Kante und kann mit der freien (vorherigen Schot-) Hand den Trapezhaken lösen. Krängt das Boot, gleicht man dies nun nicht mehr mit der Schot aus, sondern mit dem Ruder: bei Luvkrängung abfallen, bei Leekrängung anluven. Ist man vom Trapez gelöst und hat noch einmal durchgeatmet, kann man die Wende einsteuern. Auf keinen Fall die Pinne nehmen; gesteuert wird mit dem Ausleger. Der landet sonst da, wo man nicht mehr rankommt, wenn man ihn braucht.

3. Man drehe sich -Achtung Achtung!  mit dem Gesicht nach hinten ins Cockpit hinein, also mit der vorderen Schulter zuerst unter den Großbaum. Das ganze natürlich hinter der Großschot. Es ist besser mit dem Rücken nach vorne, weil dort der Großturm lauert. Die Umstellung lohnt sich In Anbetracht manch einer angeschlagenen Nase oder blutigen Augenbraue, die die Technik vorne herum schon mal mit sich bringt.

 

4. In der Mitte der Wende gibt die "alte" hintere Hand Schot und Pinnenausleger an die "neue" weiter. Der Ausleger wird während diesem Vorgang über das Heck herumgeschwenkt, dh. das obere Ende mit dem Griff zeigt nach hinten. Die Drehung unter dem Baum heraus mit dem Hintern auf die Kante erfolgt natürlich analog zur Hereinbewegung. Schot und Ausleger sind ordnungsgemäß in der neuen hinteren Hand, das Boot ist durch den Wind gedreht.

5. Ganz klar, wies nun weiter geht. Freie vordere Hand greift den Trapezhaken und klinkt ihn ein. Dann nimmt sie die Schot. Während man nun in einer doppelten Schrittbewegung den vorderen Fuß zuerst auf die Kante setzt, wird sich mit dem hinteren am Großturm abgestützt. So kann man den Körper einfach aus dem Boot bewegen. Bei der Hinausbewegung wird die Lose aus Schritt Nr. l herausgezogen. Die Wende ist gemacht!


So, und nun sei noch am Rande erwähnt, dass die richtig guten Jungs diese ganze Zeremonie in ungefähr vier Sekunden bewältigen Tja dannübt mal schön! Ach so, hier gilt es noch zu erwähnen, dass man sich erstens selber beim üben beobachten muss, damit man merkt, wo man sich selbst verhaspelt und zweitens es nicht damit getan ist, eine Wende pro Kreuzschlag zu fahren, wie es viele Leute aus Bequemlichkeit machen. Zack,zack, zack, zwanzig Mal hintereinander. Man muss schon ein bisschen fleißiger sein...


wende















 


Flagge