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1. Zur Einleitung der Wende auf jeden Fall
die Schot leicht auffieren, je nach Windstärke 10-40 cm. Damit lässt
man Druck aus dem Segel, der einen sonst gerne umwirft. Gerüchte, es
ginge auch ohne diesen Schritt kann man getrost ignorieren. Alle
machen`s so... Das lose Ende der Schot wird in die Hand mit dem
Pinnenausleger gegeben, damit man immer weiß, wo sie ist und man nach
der Wende nicht lange danach grapschen muss, wenn man wieder ins Trapez
will. Ist der Druck im Segel geringer, gleitet man sofort auf die
Kante. Dieser Bewegungsablauf - Auffieren, Schotende in die Pinnenhand,
ins Boot setzen - muss eine fließende Bewegung sein.
2.
Nun sitzt man sicher auf der Kante und kann mit der freien (vorherigen
Schot-) Hand den Trapezhaken lösen. Krängt das Boot, gleicht man dies
nun nicht mehr mit der Schot aus, sondern mit dem Ruder: bei
Luvkrängung abfallen, bei Leekrängung anluven. Ist man vom Trapez
gelöst und hat noch einmal durchgeatmet, kann man die Wende einsteuern.
Auf keinen Fall die Pinne nehmen; gesteuert wird mit dem Ausleger. Der
landet sonst da, wo man nicht mehr rankommt, wenn man ihn braucht.
3. Man drehe sich -Achtung Achtung! mit dem Gesicht nach hinten ins Cockpit
hinein, also mit der vorderen Schulter zuerst unter den Großbaum. Das
ganze natürlich hinter der Großschot. Es ist besser mit dem Rücken nach
vorne, weil dort der Großturm lauert. Die Umstellung lohnt sich In
Anbetracht manch einer angeschlagenen Nase oder blutigen Augenbraue,
die die Technik vorne herum schon mal mit sich bringt.
4. In der Mitte der Wende gibt die "alte"
hintere Hand Schot und Pinnenausleger an die "neue" weiter. Der
Ausleger wird während diesem Vorgang über das Heck herumgeschwenkt, dh.
das obere Ende mit dem Griff zeigt nach hinten. Die Drehung unter dem
Baum heraus mit dem Hintern auf die Kante erfolgt natürlich analog zur
Hereinbewegung. Schot und Ausleger sind ordnungsgemäß in der neuen
hinteren Hand, das Boot ist durch den Wind gedreht.
5. Ganz klar,
wies nun weiter
geht. Freie vordere Hand greift den Trapezhaken und klinkt ihn ein. Dann nimmt sie die Schot.
Während man nun in einer doppelten Schrittbewegung den vorderen Fuß
zuerst auf die Kante setzt, wird sich mit dem hinteren am Großturm
abgestützt. So kann man den Körper einfach aus
dem Boot bewegen. Bei der
Hinausbewegung wird die Lose aus Schritt Nr. l herausgezogen. Die Wende
ist gemacht!
So, und nun sei
noch am Rande erwähnt, dass die richtig
guten Jungs diese ganze Zeremonie in ungefähr vier Sekunden
bewältigen
Tja dannübt mal schön! Ach so, hier gilt es noch zu
erwähnen, dass
man sich erstens selber beim üben beobachten muss, damit man
merkt,
wo man sich selbst verhaspelt und zweitens es nicht damit
getan
ist, eine Wende pro Kreuzschlag zu fahren, wie es viele
Leute aus
Bequemlichkeit machen. Zack,zack, zack, zwanzig Mal
hintereinander. Man
muss schon ein bisschen fleißiger
sein...
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