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Man
kommt Raumschots im Trapez angerast...Voraus liegt ein gelber Sack
auf dem Wasser. Die Anzahl der Schwertobenmastunten dahintreibenden
Boote zeigt einem ganz deutlich: Es wird ein neues Manöver
fällig: Ha...Ha...Halse...Wer
hätte da nicht schon mal
feuchte Probleme gehabt? Was es da alles
zu
bedenken gibt: Man darf sich nicht den Baum gegen den
Schädel hauen, weil das weh tut. Man darf das Segel nicht flach aufs Wasser
legen, weil das langsam ist. Und man darf vor allem nicht die Nerven
verlieren, weil dies den ersten beiden Punkten mit Sicherheit Vorschub
leistet... Selbst
erfahrene Contenderpiloten (mich
eingeschlossen) kann man zu
Zeiten
mit diesem Manöver hadern oder ringen und unterliegen sehen. Dabei
ist es im Grunde genommen doch ganz einfach – theoretisch jedenfalls.
Es gibt zwei Gelegenheiten, bei denen Gehalst
werden sollte. Die eine ist die normale
Vormwindhalse
(oder Schifte), bei der keine sehr großen Schwankungen
bzgl. Kurswechsel und Geschwindigkeit auftreten. Die zweite
ist die Raum-auf-Raum-Halse, die etwas anspruchsvoller
ist.
Und zwar, weil das Boot einen größeren Kurswechsel, einen höheren Geschwindigkeitsunterschied
von vor, währen und nachdem Manöver Durchmacht,
und weil das leidige Trapez mit im Spiel ist. Sie wird zB. in
Regatten
an der Halsen- oder Raumtonne gefahren.Der Bewegungsablauf der ersten
Version
ist in der Zweiten enthalten und eigentlich,
um einige
Schritte vorher und nachher kürzer, das selbe. Auch
die grundsätzlichen Faustregeln und Kräfteverhältnisse sind gleich.
Deshalb wenden (oder halsen?) wir uns hier gleich
der schwierigeren Version zu. Auch
diesmal wieder eine Zeitlupenbeschreibung 1h einzelnen Bildern
(wobei
ich teilweise auf Teil l, Wende verweisen möchte – manche Sachen
sind ganz ähnlich):
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Um die Halse
einzuleiten gilt, wie auch schon für
die Wende, erst mal etwas Druck
(aus dem Segel natürlich) ablassen. Also
Schot etwas fieren. Sodann klettert
man aus dem Trapez und setzt sich
auf die Kante. Nachdem, in nun auch
schon bekannter Manier, das lose
Schotende in die Hand mit dem Pinnenausleger
gegeben ist, löst die vordere Hand
den Trapezhaken. Unbedingt zu
bedenken: Auch der Baumniederholer
sollte etwas gelöst werden, um Dampf abzulassen. Außerdem ist
ein Eintauchen der Baumnock nach
der Halse ins Wasser bei etwas mehr
Wind gleichbedeutend mit einem
Kopfsprung ins Wasser - das Boot wird
umgehebelt..
2. Nun empfiehlt es sich, schon mal etwas
abzufallen, gehalst wird ja vor dem Wind. Man
wird merken, dass das Boot an Fahrt
verliert, da es vor dem Wind immer
langsamer ist. Das ist von einiger
Bedeutung: Wenn der Contender
"abbremst", steckt er automatisch den
Bug tiefer ins Wasser. Dies ist aber
gerade ungünstig für alle Manöver, weil
man ja möglichst wenig Rumpffläche mit
Rudergewalt durchs Wasser drehen
will! (Geduld, des Rätsels Lösung
kommt sofort...)
3. Wenn man soweit abgefallen ist, dass man vor dem Wind ist, wählt man
den richtigen Zeitpunkt. Der Druck im Segel muss hier am geringsten und
also das Boot am schnellsten sein. Dann ist auch der Bug -logisch-
weiter aus dem Wasser heraus. Ideal ist, wenn man die Halse machen
kann, während das Boot eine Welle herabfährt. Dann treffen die
genannten Faktoren, Boot möglichst schnell, Segel möglichst wenig
Druck, voll zu. (Tja, aber was, wenn auf dem Teich partout keine Wellen
zu sichten sind? Keine Sorge, man muss dann nicht geradeaus
weiterfahren. Des Rätsels Lösung...)
4. Um im richtigen Augenblick in die Halse zu fahren, fällt man
entschieden ab, steuert also mit einer scharfen Ruderbewegung. Die
hintere Hand klappt den Pinnenausleger (und das lose Schotende) durch
die Luft auf die neue Seite. Gleichzeitig greift die vordere Hand
möglichst sämtliche Parten der Großschot. Während man selber auf die
neue Seite überwechselt, (sich quasi an den ausgestreckten Armen mit
Schot und Pinne herüber zieht) reißt man daran den Baum auf die alte
Luvseite - Vorsicht, Kopf runter! (Wenn man wartet, bis der Baum von
selber kommt, hat man schon verloren...) Diese Zugbewegung pumpt
kurzfristig Druck ins Segel und beschleunigt danach das Boot... auch
ohne Welle genau das, was man braucht!
5.Ab
hier wird der Bewegungsablaufschwierig zu beschreiben. Fangen wir mit
der Bewegung des Bootes an: Wenn man heftig genug gesteuert hat, stellt
sich das Boot bei der Abfall-Bewegung mit der alten Leeseite ein wenig
auf. Die Mastspitze krängt nach der alten Luvseite... Gut so! Keine
Angst, wenn man mit seinem Körpergewicht auf der neuen Luvseite
(logisch, alte Leeseite) angekommen ist, krängt das Boot automatisch
zurück. Hurrah, wir haben eine Rollhalse gefahren! Sie hat den Vorteil,
dass erstens der Baum auf der anderen Seite in die Luft und nicht ins
Wasser zeigt (s.o. l.) und zweitens die Rollbewegung des Bootes der des
Baumes entgegen läuft und so dessen Wucht abbremst.(Keine Angst, wenn
man nicht gerade die Pinne los läßt, fällt das Boot hier bei bestimmt
nicht um. Man kann diese Rolle sogar
schadlos so übertriebenmachen, dass das Boot 45° zu jeder Seite
krängt...)
6. Nun zum Steuermann: Auf der neuen Seite ange -kommen, muss man
schnellzwei Dinge (möglichst gleichzeitig) erledigen. Das bei weitem
Wichtigere ist das Gegen- oder Stützruder. Es ist so wichtig, dass ich
es hier noch mal und unterstrichen hinschreibe: Ist der Bug
durch den Wind gedreht und der Baum auf der neuen Seite, sofort brutal
Gegenruder gehen! Wenn der
Contender die Drehbewegung der Halse weiterführt, weil man diese
unterstrichene Kleinigkeit auslässt, fällt er um. (Hier liegt sozusagen
der Hase im Pfeffer!) Außerdem wird die Wucht des Baumes, wenn er auf
die neue Seite schlägt, durch diese Gegenbewegung des
Bootes, erheblich abgefangen.
7. Dabei oder danach (ausprobieren) dreht man sich um, damit man wieder
auf der Kante zu sitzen kommt. Die Drehbewegung geht mit dem
Gesicht nach hinten, damit man die Übergabe von Pinnenausleger und
Schotende vor Augen und hinter dem Rücken vollzieht.
8. Nun klinkt man sich wieder ins Trapez ein und der Baumniederholer
wird wieder gezogen. Die neue fordere Hand nimmt die Schot aus der
Hinteren mit dem Pinnenausleger, man luvt etwas an nimmt die Schot
dicht hüpft ins Trapez und ab geht`s ! (
Jetzt kann man zur Raumtonne zurückblicken und sich eins feixen, weil
die, die da immer noch beschäftigt sind ihre Schiffe wieder
aufzurichten, irgendwas falsch gemacht haben.)
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Auch um die
Halse in den
Griff zu bekommen, gilt die Devise: Üben, bis die Knie bluten ! (
Alternativ...alle Ruderbeschläge brechen, ähm, ja )
Hier noch einmal die
wichtigsten Punkte: Das Skiff möglichst schnell, das Segel möglichst
wenig Druck,
wer nicht selbstbewusst ( hart ) genug steuert, den bestraft das Leben
und wer
vergisst, hart Gegenruder zu geben, sollte lieber wieder Opti segeln
also üben.
Üben, üben....
An dieser Stelle kann
ich mir nicht verkneifen, meine Eingesprungene Halse zu erwähnen. Die
ist
nämlich noch um einiges schärfer und funktioniert so:
Man unterlässt den Umweg, sich mit dem Hintern auf
die Kante zu setzen, sondern springt vornüber, während man bereits hart
abfällt, gleich auf die neue Seite. Unterwegs wirft man noch den Haken
ab und
reißt den Baum rüber... ( Vorsicht ! Wenn man zu weit springt, landet
man im
Wasser. Außerdem fällt man leicht aus dem Boot, das sich sehr schnell
dabei
bewegt. )
Die Male, wo das Ding in die Hose, respektive ich
baden gegangen bin, habe ich nicht gezählt. Es war oft ! Aber jetzt,
wo`s
klappt, ist es turbinenpowerobergeil !
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